Doll, Richard

Sir William Richard Shaboe Doll (* 28. Oktober 1912 in Hampton, Großbritannien; 24. Juli 2005 in Oxford) war ein britischer Forscher, der als einer der ersten einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Lungenkrebs entdeckte.
Doll studierte Medizin in London und machte 1937 sein Examen. Von 1939 bis 1945 war er Arzt für die britischen Truppen im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Ende des Krieges fand er 1946 eine Stelle in der medizinischen Forschung. Richard Doll zeigte gemeinsam mit Austin Bradford Hill in einer wissenschaftlichen Studie bereits 1950 auf, dass das Rauchen "eine Ursache, eine wichtige Ursache" von Lungenkrebs ist.

1970 wurde Doll mit einem Gairdner Foundation International Award ausgezeichnet. 1971 wurde er von der Queen zum Ritter geschlagen. 1972 wurde Doll mit der Buchanan Medal der Royal Society ausgezeichnet. 1979 erhielt er den Charles S. Mott Prize und 1986 die Royal Medal der Royal Society. 2005 wurde er mit dem Shaw Prize geehrt. Er war Mitglied der Royal Society (seit 1966), der American Academy of Arts and Sciences (seit 1977) und der National Academy of Sciences (seit 2001).

Ein im Dezember 2006 erschienener Artikel wirft allerdings ein etwas anderes Licht auf sein Lebenswerk. Er enthüllt, dass Richard Doll jahrelang auf der Gehaltsliste des Monsanto-Konzerns stand, als er unter anderem die Unbedenklichkeit von Agent Orange bescheinigte. Auch von anderen Chemie-Konzernen wurde er für Untersuchungen bezahlt, die beispielsweise Vinylchlorid eine Verbindung mit Krebs absprachen.

Vinylchlorid ist als krebserzeugend der Kategorie K1 (Stoffe, die beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirken) eingestuft.

Weitere Informationen finden Sie bei de.wikipedia.org unter:  Richard Doll


Zurück